Außendämmung

Die Außendämmung von Kellerwänden wird aufgrund folgender Vorteile in den meisten Fällen ausgeführt:

  • einfacher Einbau
  • die Vertikalabdichtung der Kellerwand wird vor mechanischen Beschädigungen geschützt
  • durch vollständige Ummantelung der Kelleraußenwände werden Wärmebrücken weitgehend vermieden
  • diffusionstechnisch günstigste Lage der Dämmschicht
  • die hohe Wärmespeicherfähigkeit ist für durchgehend beheizte Kellerräume von Vorteil
    Bei bestehen bleibenden Baugrubensicherungen übernimmt die außen liegende Wärmedämmung zudem die Funktion einer Trennschicht zwischen Baugrubensicherung und Außenwand des Kellers. Schematische Aufbauten sind in Grafik 5-8 zusammengefasst.

Aufgrund der besonderen Beanspruchungen, denen
direkt ans Erdreich grenzende Wärmedämmschichten ausgesetzt sind, dürfen
für Außendämmungen nur Dämmmaterialien verwendet werden, die

  • dem Erddruck bzw. der mechanischen Beanspruchung beim Verdichten des hinterfüllten Arbeitsgrabens standhalten
  • frost-, taubeständig sind und
  • praktisch keine Feuchtigkeit aufnehmen.

 

Folgende Wärmedämmmaterialien werden daher eingesetzt:

  • extrudierte Polystyrol-Hartschaumplatten, (Produktart XPS-G, Belastungsgruppen 30 bis 70)
  • Schaumglas (Produktart z.B. Foamglas, Technopor, Misapor)
  • Blähglas (z. B. Liaver)
  • Blähton (z. B: Liapor)

 

Glausschaumgranulat als ökologischer, mineralischer Dämmstoff wird zu 100% aus sortiertem Altglas hergestellt.

Die Granulatstücke, ca. 30-50 mm groß, werden als Dämmstoff und Leichtschüttung hauptsächlich für die Perimeterdämmung unter der Bodenplatte eingesetzt. Die große Menge eingeschlossener Luft in jedem Granulatstück sorgt für die ausgezeichneten Dämmeigenschaften. Zusätzlicher Vorteil: das Material wiegt nur ca. 130 bis 170 kg pro Kubikmeter, rund ein Zehntel üblicher Kiesschüttungen.

Dennoch ist das Granulat durch die hohe Korndruckfestigkeit extrem lastabtragend. Auch mehrgeschoßige Gebäude können aufgrund dieser Druckfestigkeit von bis zu 50t/m2 problemlos realisiert werden. Die Tragfähigkeit eines instabilen Untergrundes wird mit Glasschaum-Granulat wesentlich verbessert.

Für diesen Anwendungsbereich ungeeignet sind alle Faserdämmstoffe sowie Dämmstoffe pflanzlichen Ursprungs und solche mit quellenden oder nicht fäulnisbeständigen Bindemitteln, die bei dauernder Feuchtigkeitseinwirkung verrotten.

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